Die Hölle – echt jetzt!

Liebe Leser,

vor einiger Zeit hatte ich ein Zitat von Hans Hoff abgedruckt, der den ZDF-Fernsehgarten als Hölle (oder gar Schlimmeres) beschreibt. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Ich darf das hier durchaus feststellen, denn ich war dort. Die Hölle, liebe Leser (und das Maskulinum ist mit Absicht gewählt), liegt bei Ingolstadt und nennt sich “Ingolstadt Village”.

Eigentlich war ich mit der besten aller Ehefrauen auf dem Rückweg von einem kleinen Mini-Urlaub aus Österreich, doch besagter Ort lag zufällig an der A9 und damit auf unserem Nachhauseweg. Höhe Ingolstadt:

“Fahr doch mal die nächste raus!”

“Wieso? Wir sind doch fast zuhause und gemäß dem allwissenden Google-Maps ist da auch im Moment kein Stau auf der A9. Noch nicht!”

“Da ist es wirklich schön. Das wird dir gefallen! Fahr hier raus.”

Nun dachte ich, ich würde im fortgeschrittenen Alter die Frauen und insbesondere die beste aller Ehefrauen kennen, aber ich hatte mich schon wieder getäuscht. Ich tat wie mir geheißen und landete… umgehend in der Hölle! Für Männer. 

“Ingolstadt Village” ist ein Sammelsurium sogenannter Outlets namhafter Hersteller von Edel-Klamotten und Mode-Zeugs in einer Disneyland nachempfundenen Umgebung. Wahrscheinlich habe ich den Begrüßungs-Goofy am Eingang nur übersehen. Nach einer Stärkung im überteuerten Coffee-Fellows, wo einem übellaunige, aber schick gekleidete junge Menschen einen trendigen Kümmel-Knoblauch-Nuss-Frappuccino aus diversen Aromatanks frisch zusammenschäumen, geht es in die Mainstreet. “Wir kaufen jetzt eine Jacke für dich! Die da [anklagender Blick auf meine edle Multifaser-Jacke] geht gar nicht mehr!”

Hätte ich mich doch mit den Hunden, welche, da das Gelände hundefrei zu sein hat, in Käfigen vor dem Einkaufsparadies auf ihre Herr- und Frauchen warten müssen, einsperren lassen! Ich konnte den Jackenkauf durch lautes Wehklagen, peinliches Winseln und Festkrallen an einem Eisengitter abwenden und folgte danach der besten aller Ehefrauen beim Hindernisparcours durch die schicken Läden, die allesamt durch penetrante “Sale”-Beschilderung auf ihre ach so günstigen Angebote hinwiesen.

Während die beste aller Ehefrauen die schicken Boutiquen eine nach der anderen auf der Suche nach… äh… keine Ahnung… abklapperte, vertrieb ich mir die Zeit in Gesellschaft meiner Geschlechts- und Leidensgenossen vor der Tür, wobei ich versuchte besonders grimmig durch die Gegend zu schauen, um den zumeist älteren und auswärtigen Ehemännern meine Abneigung gegen den unfreiwilligen Aufenthalt an diesem Ort zu demonstrieren. Das war den westfälischen Frohnaturen jedoch ziemlich egal, da sie zumindest in Gesellschaft von Landsleuten ihren shoppenden Damen hinterherwackeln konnten.

Am Ende der Shoppingmeile erhaschte ich einen Blick auf den angrenzenden Parkplatz. Vom rettenden Fahrzeug war ich nur noch knappe hundert Meter entfernt. Doch die beste aller Ehefrauen zerstörte den Hoffnungsschimmer durch ein bestimmtes “Nein. Jetzt geht es auf der anderen Seite zurück!” – Auf der anderen Seite zurück? Mehrere Hundert Meter entlang an Boutiquen, die mit Outlets soviel zu tun haben wie ein Gourmet-Restaurant mit Mathilde’s Schaschlikbunker?

Die Rettung kam in Gestalt eines Aigner-Ladens mit echten super-duper Rabatten, der die beste aller Ehefrauen magisch anzog. Insbesondere eine schwarze Ledertasche, die um 50 Prozent reduziert angeboten wurde, fand bei ihr Gefallen. Ich zögerte nicht. Das war mein Ticket in die Freiheit! Der einfache Deal war: Tasche für die Ehefrau = umgehende Weiterreise. Wer könnte da nein sagen?

Verblüffenderweise konnten einige meiner alten Schulkameraden, welche ich zufälligerweise am Abend traf, meine Leidensgeschichte erzählen, ohne sie vorher gehört zu haben – die Hölle bei Ingolstadt ist anscheinend bei unseren Herzensdamen nicht unbekannt. Mit der Aigner-Tasche als Ticket aus der Hölle lag ich offensichtlich im Vergleich mit meinen Kumpels im Mittelfeld. Und die Aversion der Ehemänner gegenüber dem Shopping-Disneyland an der A9 ist Legende!

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Euer

Gige 

Bedeutendes zum Abschied

Liebe Leser,

nein, ich lasse das Schreiben nicht. Noch nicht. So ist der Titel wiederum nur ein lausiger Clickbait, um Euch ein paar Zeilen lang bei der Stange zu halten. Lustig ist das Thema allerdings nicht. Deshalb erscheint dieser Beitrag auch an einem Dienstag, welcher traditionell ein eher trauriger Tag ist – im Gegensatz zum heiteren Montag. Bevor Ihr nun anfangt, diese Behauptung im allwissenden Netz nachzuprüfen – das habe ich mir soeben aus den Fingern gesaugt…

Es ist ziemlich genau drei Jahre her, dass ich mit einer Aortendissektion danieder lag. In der wirklich traumatischen Zeit auf der Intensivstation, welche ich damals sogar in einem Blogbeitrag zu verarbeiten suchte, war ich mir zum ersten Mal in meinem 50jährigen Dasein auf diesem Planeten nicht sicher, ob das Leben überhaupt weitergehen wird. Und wie wahrscheinlich viele andere auch hatte ich mir vorher durchaus meine Gedanken gemacht, was man so spricht oder tut, wenn es zu Ende geht. So genau regelt man das dann ja doch nicht, aber irgendwas Bedeutendes, soviel war mir schon immer klar. 

In der Realität war es natürlich ganz anders, nämlich erschreckend banal. Ich denke, das ganze Brimborium auf Intensiv- und Pflegestationen dient hauptsächlich der Ablenkung vom aktuellen Gesundheitszustand des jeweiligen Patienten. Nein, das ist natürlich Quatsch, ohne die High-Tech-Untersuchung und -versorgung wäre ich nicht mehr hier. Aber über anderes redet man ja nicht. Entweder schildert der Patient viel zu detailliert seine Behandlung und würgt durch die Informationsfülle jedes tiefergehende Gespräch ab, oder der Besucher tut dies durch den in mannigfaltiger Form variierten Hinweis, dass “es ja schon wieder werden würde” und man “das” ja ein andermal besprechen könnte. 

Was dann natürlich nie getan wird. Ich habe also in der ganzen Zeit nichts Bedeutendes mit meiner Familie oder meinen Freunden besprochen. Nichts war geregelt, nichts geklärt.

[Klammer: Eine nicht zu selten gezeigte Filmszene zeigt das Dahinscheiden des Helden, der zu seiner Angebeteten die letzten Worte sprechen möchte, was sie aber durch eine zärtliches “Psst – sprich jetzt nicht!” abwürgt. Tolle Idee, denn 10 Sekunden später ist unser Held tot und und nimmt sein finales Geständnis mit ins Grab! Ende. Abspann. Klammer zu.]

Ich hatte Glück und fähige Ärzte, ich durfte das Krankenhaus wieder (einigermaßen) aufrecht verlassen. Einige Freunde und Bekannte hatten auch dieses Glück und genasen, um auch einmal dieses seltene Präteritum anzubringen. Andere nicht. Sie sind – sozusagen mit Ansage – tatsächlich gestorben. Des öfteren saß ich in den letzten Jahren am Krankenbett solcher Menschen und wir unterhielten uns. Doch im all diesen stets tragischen Fällen ging es kein einziges Mal um wirklich Bedeutendes, um irgendeine Form von Rekapitulation des Lebens, um Aufarbeitung oder Klärung. Was habe ich erreicht? Was hätte ich gerne noch getan? Mit wem hätte ich mich noch aussöhnen sollen? Etc. pp.

Ich selbst habe ja in den kritischen Tagen des Herbst 2016 erstaunlich wenig Tiefsinniges von mir gegeben. Offensichtlich sorgt der letzte Funke Hoffnung, der uns auch in aussichtslosen Situationen zumeist nicht wahnsinnig werden lässt, zwar dafür, dass wir nicht komplett an der aktuellen Lage verzweifeln und uns so etwas vom Elend ablenkt, hat aber als Nebenwirkung, dass wir Klärendes oder Finales dann gerne noch etwas verschieben.

So mag es wohl geheimnis- oder auch gehaltvolle letzte Worte geben (“Rosebud”) – ich jedoch bekam zumeist nur die aktuellsten Blutwerte mitgeteilt. Habe dies dann aber, als ich mich selbst in ähnlicher Situation befand, auch nicht anders gemacht…

Aber das ist eine andere Geschichte und wurde ich ja soeben erzählt.

Euer

Gige 

Auf dem Nachttisch – The Expanse

Liebe Leser,

wieder einmal lenkt mich eine TV-Serie vom Lesen gehaltvoller Bücher ab. Dennoch – ich kann ja mal drüber berichten. Heute geht es um die Science-Fiction-Serie “The Expanse”.

Zunächst in Deutschland auf Netflix zu sehen, aber seit der Übernahme der Serie durch Amazon inzwischen nur noch dort zu schauen. Glücklicherweise verfügt unser Haushalt auch über einen Amazon-Prime-Zugang.

Eine Serie, die, obwohl die überwiegende Zeit im Weltall spielend, nicht auf Naturgesetze pfeift – alleine von diesem Setting her eine rare Erscheinung im dichten SF-Serien-Dschungel! Wir schreiben das Jahr… äh, keine Ahnung, irgendwann im 23. Jahrhundert. Die Menschheit hat offensichtlich tatsächlich ihren schönen Heimatplaneten ruiniert, so dass dort eine UN-Weltregierung über an die dreißig Milliarden Menschen herrscht, die zumeist arbeits- und perspektivlos vor sich hin vegetieren und von Stütze leben. Auf dem Mond existieren einige Kolonien, welche von der Erde aus regiert werden, so dass prinzipiell von Terra und Luna im Zusammenhang gesprochen wird.

Auf dem Mars gibt es eine bedeutende menschliche Ansiedlung, wobei das Hauptanliegen dieser Gesellschaft ist, den Mars durch allerhand Hege und Pflege (sowie andauernde kostspielige Terra-Forming-Maßnahmen) in einen blühenden Garten zu verwandeln, wie es einst die Erde war. Alle Marsianer leben in ständiger Angst vor der Übernahme durch die Erde und haben daher eine stets kampfbereite und technisch der Erde weit überlegene Armee (in Form einer Raumflotte) geschaffen, sind den Terranern allerdings zahlenmäßig haushoch unterlegen. Wer möchte, darf Parallelen zur Staats- und Gesellschaftsordnung des antiken Sparta ziehen.

Als dritte Gruppe der Menschheit gibt es noch die sogenannten Gürtler (im Original “Belter”), die dauerhaft einige große Raumstationen, Jupitermonde sowie Asteroiden (z.B. Ceres) bewohnen. Im Prinzip werden die Gürtler von den so bezeichneten “Inneren” nur als Versorger mit Wasser bzw. Eis und anderer Rohstoffe missbraucht. Da der gesamte Abbau von Firmen und Gesellschaften der “Inneren” organisiert und abgewickelt wird, sind die Gürtler, obwohl Lieferanten, dennoch von diesen abhängig. Seit vielen Jahren gibt es eine inzwischen mächtige (Untergrund-)Organisation OPA (Outer Planets Alliance), mit der fast alle Gürtler sympathisieren, wenn sie ihr nicht schon angehören.

Für das Verhältnis Erde-Mars wird nicht zu Unrecht das Bild vom “kalten Krieg” auch im 23. Jahrhundert bemüht. Viele Menschen auf vielen Planeten oder Raumschiffen haben ein Interesse daran, das fragile Kräftegleichgewicht zu stören oder gar einen Krieg führen zu lassen. Und der Gürtel hegt tiefe Abneigung gegen Erde und Mars.

Dieses geschilderte Ausgangsszenario bedient sich offensichtlich großzügig aus der Menschheitsgeschichte und ist summa summarum nicht übermäßig originell. Was mir aber außerordentlich gefallen hat, ist die detailgetreue Schilderung der unendlichen Schwierigkeiten, die ein Leben in einem teilbesiedelten Planetensystem mit sich bringt. Auch in 200 Jahren dauert eine Reise von der Erde zum Beispiel zum Jupiter mehrere Wochen, zum Saturn gar Monate. Kommt es in irgendeiner Ecke im Asteroidengürtel zu Schießereien, braucht ein Befehl von der Erde dorthin tatsächlich solange, wie das Licht bzw. das Funksignal eben braucht, etwa eine halbe Stunde. Übermäßige Beschleunigung bringt Piloten oder Insassen von Raumschiffen um. Es gibt zwar Medikamente für solcherlei Andruck (den sogenannten”Saft”, welcher durch eine Robotik intravenös gespritzt wird), die einen sofortigen Tod verhindern, aber das Grundprinzip bleibt gültig. Übergroße Raumschiffe nutzen Rotation zur Erzeugung von geringer Schwerkraft, was viel besser als nichts ist. Es gibt Firmen, die Asteroiden in Rotation versetzen, wegen desselben Effekts. Die im All oder auf Asteroiden Geborenen haben ab der zweiten Generation körperliche Defizite wie Glasknochen und ähnliches. Und noch viele solcher Details mehr!

Das alles ist sehr gut durchdacht und gibt der ganzen Serie einen durchaus einzigartigen Touch. Sehen auch manche Kulissen (z.B. die Wohnblocks auf Ceres) aus, wie wenn Arnold Schwarzenegger sie nach dem Dreh von “Total Recall” im Jahr 1990 stehen gelassen hätte, so sind doch die Aufnahmen in den Raumschiffen und im All meines Erachtens sehr gut gelungen. 

Über die Leistung der Darsteller wurde an unterschiedlicher Stelle nicht nur Gutes geschrieben, was ich insbesondere in der ersten Staffel ganz gut nachvollziehen kann. Ich finde aber, das schleift sich ab Staffel 2 ganz gut ein.

So bekommt “The Expanse” wegen ihres abgefahrenen und sehr realistischen Settings und auch wegen der ziemlich spannenden Story (die sich erst nach einigen Folgen genauer erschließt, die ich aber überhaupt nicht spoilern möchte) von mir eine klare Empfehlung zum Ansehen. Allerdings stehe ich auch schon seit meiner Kindheit auf Science-Fiction.

Ich habe Gerüchte gehört, dass man “The Expanse” auch bei halblegalen Serien-Streamingdiensten ohne einen Amazon-Prime-Zugang genießen kann. Da ich selbst solcherlei allerdings niemals nicht tun würde, kann ich diese Gerüchte nicht verifizieren.

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Euer

Gige 

Gibson L-4 1935?

Liebe Leser,

gut, wir bleiben beim Thema. Gibson L-4. Nach den Beiträgen über ein 1928er und ein 1949er Modell heute einer über eine Gibson L-4 Baujahr 1935. Keine Sorge, nun gehen mir aber die L-4 aus, nächstes Mal schreibe ich über eine andere Modellreihe. Ehrlich!

Aber dies ist eine spezielle Geschichte. Und ich darf nicht einmal mit Sicherheit verneinen, dass ich mit diesem Beitrag eine Themaverfehlung begehe. Klingt kompliziert. Nun denn, von Anfang an:

Im Jahr 2011 besuchte meine Freund und Musikerkollege ME die Metropole New York. Hm, seltsamerweise ist ME nahezu bei allen Stories über Gibson-Archtops beteiligt. Eventuell huldigte er zumindest zeitweise dem selben Fetisch wie ich. Natürlich konnte er sich einen Besuch bei Sam Ash, einer bedeutende Musik-Handelskette mit immerhin fast 50 Stores über die ganze USA verteilt, nicht verkneifen. ME und ich waren damals auf der Suche nach der Archtop-Gitarre, die den Sound der alten Meister wie Eddie Lang, Carl Kress oder Dick McDonough wieder aufleben ließe. Wie an anderer Stelle beschrieben, ist das gar nicht so einfach, aber das nur am Rande. ME schickte mir diese äußerst hochwertigen und scharfen Fotos:

Möglicherweise stand ME zu dieser Zeit auch noch am Anfang seiner Karriere als Fotograf, vielleicht waren die iPhones zu dieser Zeit noch nicht so weit oder eventuell sind einige Pixel bei der Übertragung über den Atlantik verloren gegangen. ME versicherte mir per Mail, dass es sich um eine L-4, Baujahr 1935 mit nicht unerheblicher akustischer Lautstärke handle. Ein interessantes Instrument, wahrscheinlich genau dasjenige, welches ich seinerzeit so dringend suchte. Allerdings keine F-Löcher. Schade.

Ich trat mit Sam Ash New York in Kontakt und verhandelte über den großen Teich wegen einer Erwerbung der L-4. Zur damaligen Zeit (also vor PayPal) wurde so ein Kauf über Kreditkarte abgewickelt, was bei einem transatlantischen Geschäft durchaus einigen Schriftverkehr wegen Rückversicherung und Verifizierung erfordert. Beim damaligen Umrechnungskurs Euro-Dollar von etwa 1:1,36 galt als Faustformel, dass man den angegebenen Preis in Dollar in etwa 1:1 auf Euro übertragen konnte, wenn man Steuer und Versand nach Deutschland hinzu rechnete.

Die Lieferung sollte per UPS erfolgen – in Deutschland nicht eben für reibungslose Abwicklung berühmt. Nach mehreren erfolglosen Zustellversuchen (was anscheinend eher der Normalfall als die Ausnahme ist) machte ich mich auf den Weg ans andere Ende der Stadt, um das inzwischen heiß ersehnte Instrument in Empfang zu nehmen. In einem unwirtlichen Industriegebiet in den Außenbezirken konnte ich nach Passieren mehrerer Schleusen und Übergabe eines ansehnlichen Geldbetrags (die erwähnten Steuern und Lieferkosten) dann endlich das unförmige Paket auf einer wackeligen Bank vor dem UPS-Center öffnen. 

Nun, die Gitarre war ziemlich klein. Etwas Holz mit Sunburst-Lackierung, angeordnet um ein riesiges Schallloch. Salopp gesprochen. Allerdings war das Instrument in gutem Zustand, was angesichts seines Alters von über 70 Jahren durchaus bemerkenswert ist. Und ich musste feststellen, dass die Mitarbeiter von Sam Ash alle Saiten korrekterweise entspannt hatten, da die Gitarre ansonsten bei der langen Reise per Flugzeug durch die immer wieder schwankenden Druckverhältnisse im Frachtraum des Fliegers wohl Schaden genommen hätte. Ich stimmte kurz und klimperte ein paar Töne, was die hinter ihrer Glasscheibe dösenden UPS-Mitarbeiter immerhin kurzzeitig aus ihrer Lethargie weckte.

Die Gitarre fuhr mit nach Hause und sollte Teil meiner Live-Instrumente werden. Ich zog frische Thomastik-Saiten auf und setzte die L-4 bei allen möglichen und unmöglichen Live-Auftritten ein. Da ich sie nicht elektrifizieren wollte, entweder rein akustisch oder gelegentlich über ein AKG 1000 verstärkt. Und ich habe mich mit (natürlich von ME geborgtem) Aufnahme-Equipment hingesetzt und (m)eine erste Solo-CD eingespielt. Bei einer Vorführung der Gitarre für meinen Paderborner Gitarrenkollegen OM fiel der berüchtigte Satz “Hübsch, aber klingt wie eine Gießkanne”, welcher mir zunächst schlaflose Nächte bereitete und eigentlich das Ende meiner Beziehung zur L-4 einläutete. Denn im Herzen musste ich OM zustimmen. Von allen historischen Gibson-Archtops, die überhaupt in einen akustischen Wettstreit gehen dürfen (was Gitarren wie ES-150 oder ES-175 wegen ihrer laminierten Decken ausschließt) und die ich in meinem Leben spielen durfte (diverse L-4, diverse L-5, L-7, Solid Formed (was ein Sch… name) etc.), klang die hier thematisierte L-4 meines Erachtens am … nun, sagen wir: wenigsten gut. Sie war zwar lauter als die in diesem Blog schon vorgestellte L-4 aus dem Jahr 1949, der Sound war aber eher “stumpfer” und keinesfalls so brillant. Und dann die Geschichte mit dem Halsprofil. 

Im Prinzip gibt es zwei (oder drei…) unterschiedliche Halsprofile, selbstverständlich mit allen Abstufungen dazwischen: Das U- (bisweilen auch C- oder D-) und das V-Profil, wobei schon der jeweilige Buchstabe das Prinzip verdeutlicht:

Jeder Gitarrist hat andere persönliche Vorlieben und es ist natürlich eine Sache des Geschmacks und der Gewöhnung. Die L-4 hatte ein ausgeprägtes V-Profil. Doch die etwas spitzere Auflage für den Daumen bereitet mir auf Dauer Schmerzen, und zwar nicht etwa in der Greifhand, sondern in den Sehnen des Unterarms. Daran konnte ich mich auch in den drei Jahren, in denen ich die Gitarre gespielt habe, nicht gewöhnen.

L-4 oder L-50?

Bis heute ist nicht eindeutig zu klären, ob es sich bei diesem Instrument tatsächlich um eine L-4 handelt, oder – das ist inzwischen meine Ansicht – um eine L-50. Leider gibt es kein umfassendes Gibson-Archtop-Museum, so dass man auf die Bilder bei unzähligen Auktionen oder kleinen Online-Sammlungen angewiesen ist. Zudem sind die Modelle mit Schallloch seltener als die mit F-Löchern. Bei den Recherchen bin ich zumeist auf Bilder und Artikel gestoßen, die exakt diese Gitarre als L-50 auswiesen. Als ich allerdings einen anderen Gitarristen, der sein Instrument auf der Facebookseite “Friends of the Archtop Guitar” präsentierte, diesbezüglich anfragte, wurde der richtig pampig – es sei garantiert eine L-4. Nun ja, offensichtlich ist dies so klar nicht.

Nichtsdestotrotz – die L-50 sollte mich verlassen und Platz für eine andere Gibson machen, von der mit Sicherheit auch noch berichtet wird. Doch auch dies war nicht so einfach. Denn eigentlich hätte mir Sam Ash die Gitarre gar nicht über den großen Teich schicken dürfen, zumindest nicht ohne weiteren, noch viel größeren Papierkram. Denn Gibson hat in den 1930er Jahren für seine Griffbretter zumeist Brazilian Rosewood, zu deutsch: Rio-Palisander, verbaut, ein Holz, das seit 1992 streng geschützt ist. Ausfuhren von verbautem Holz aus den USA sind verboten. Für antike Instrumente gibt es verständlicherweise Ausnahmen, aber dies muss der Verkäufer (oder auch der neue Besitzer) korrekt nachweisen.

Ich beruhigte mein ökologisches Gewissen mit der festen Überzeugung, dass eine 1935 gebaute Gitarre sicherlich unter den Antiquitäten-Passus der Handelsbeschränkung fallen müsse. Zudem ist es ja gar nicht sicher, dass exakt in dieser L-50 tatsächlich Rio-Palisander verbaut wurde, oder? Dies allerdings war schon wieder eine Fehleinschätzung meinerseits, denn Rio-Palisander kann auch 80 Jahre nach der Aufarbeitung identifiziert werden, und zwar… am Geruch! Schabt man nämlich (mit einem ganz feinen Schmirgelpapier oder sogar mit dem Fingernagel) etwas am Griffbrett, so entsteht umgehend ein leichter, aber nicht über-riechbarer Geruch nach Vanille. Den konnte nicht einmal meine nicht zu feine Nase ignorieren. Gut, dann eben doch das Antiquitäten-Argument…

Die L-50 fand nach einiger Zeit einen Abnehmer (der es offensichtlich mit den Restriktionen beim internationalen Holzschutz auch nicht so genau nahm) und ich zahlte meinen üblichen Wiederverkaufs-Verlust (siehe meinen Beitrag → “Hans im Glück”) als Lehrgeld. Natürlich habe ich aus dieser Episode wieder für’s Leben gelernt… und mein Verhalten danach nicht geändert.

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Euer

Gige 

Ich spreche leider nicht jazzisch

Liebe Leser,

mit Profi-Kollegen arbeiten zu dürfen, ist ein Segen. Allerdings wird einem dabei so manches klar. Nun halte ich mich ja offenkundig für einen nicht unbegabten Gitarristen, ja sogar ordentlichen Musiker. Aber – ich spreche nicht jazzisch! Was hier etwas wie eine heitere Glosse klingen mag, hat einen durchaus ernsten Hintergrund: Ich vermag zwar die Standards des Great American Songbooks ordentlich zu Gehör bringen, so dass es für einen Großteil der Zuhörerschaft im weitesten Sinne „schön“ klingen mag, doch ich spreche dabei nicht (oder zumindest nur rudimentär) die Sprache des Jazz. Ein paar Brocken, genug um die anderen Touristen zu täuschen.

Zur Erläuterung: Die „Sprache“ einer Musikrichtung hat nichts mit „richtig“ oder „falsch“ zu tun, auch nicht primär mit den einzelnen Tönen. Ein Stück von Joe Pass klingt nach Jazz, eines von B.B. King nach Blues, eines von Jimi Hendrix nach Rock. Natürlich war jeder dieser herausragenden Musiker in der Lage, einen Song oder gar eine Platte anderer Genres sehr gut zu spielen, aber ihr jeweilig eigentliches Idiom war es nicht.

Die Erkenntnis, eine Sprache, die man sehr schätzt, nicht zu beherrschen, ist durchaus frustrierend! Nun habe ich eben im Gespräch und auch im Spiel mit meinen Profi-Kollegen in Hinblick auf das Erlernen des Jazzisch stets dieselbe Antwort erhalten.  Alle  haben über Jahrzehnte die Soli der großen Vorbilder gehört und – noch viel wichtiger – nachgespielt. Und das von mir so hochgeschätzte funktionsharmonische Verständnis kam  hinterher. Mag man solches mit dem Unterschied zwischen amerikanischen und europäischen Jazzern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vergleichen. Mit allen Einschränkungen, unter denen solche Vergleiche stets hinken:

Musiker wie Louis Armstrong oder auch Charlie Parker sind in ihren Genres (New-Orleans-Jazz, Swing, Bebop) aufgewachsen und haben am Anfang der Karriere die Songs ihrer Vorbilder gehört und gespielt, immer und immer wieder gespielt.

Anders war es bei Nachkommen europäischer, oft jüdischer, Emigranten, die im Amerika des beginnenden 20. Jahrhunderts Fuß zu fassen versuchten. Sie brachten zwar wie ihre oben genannten Kollegen jede Menge Talent mit, hatten jedoch eine ganz andere musikalische Vorbildung. Die Melodien sind wunderschön, aber eben eher europäischer denn ur-amerikanischer Abstammung. Der Sound des Jazz (oder bisweilen eben auch nicht) schleicht sich durch die jeweilige Interpretation des Songs ein.

Bei uns Jazz-Musikern trennen sich die Spreu vom Weizen zu Beginn der musikalischen Laufbahn. Denn die Stunden in der Jugend, die man mit seiner Lieblingsmusik verbracht hat, prägen doch erheblich. Ich kriege den Folk-Picker definitiv nicht mehr aus mir heraus, obwohl ich seit etwa 20 Jahren überwiegend Jazzgitarre spiele. Und beim nächsten Gig bewundere ich dann wieder das anscheinend unerschöpfliche Arsenal an gekonnten Bebop-Phrasen, mit denen mein Mitmusiker seine Soli würzt. Aber zumeist übt der- oder diejenige sein/ihr Handwerk schon viele Jahre professionell aus und hat womöglich auch noch einige Semester Jazz auf dem Buckel. Solcherlei ist mit Engagement am Feierabend, eventuell noch abgelenkt durch außer-jazzige Musikprojekte, im fortgeschrittenen Alter nicht mehr aufzuholen.

Wir Spätberufenen stürzen uns dann in die Harmonielehre, um wenigstens theoretisch zu begreifen, was man über die mannigfaltigen Standards spielen kann oder sollte. Doch viel zu oft verlieren wir uns im Tonmaterial und weniger in der Phrasierung, wobei letzere meines Erachtens wesentlich entscheidender für gutes Jazzisch ist. Ich denke, man sollte als mittelbegabter Jazzer in den 50ern seinen Frieden mit der Situation machen. Keinesfalls aber mit dem Dazulernen-Wollen aufhören! In der Praxis bedeutet dies, an den Generaltugenden (Akkorde, Skalen, Timing, Repertoire) permanent zu arbeiten und sich ab und zu von den Meistern eine kleine Wendung abzuschauen.

Viele bedeutende Musiker haben ihre musikalischen Wurzeln nicht verleugnet oder sich sozusagen „weggeschminkt“ sondern ganz selbstverständlich in ihre Musik eingebaut. Und bei so manchem Pop- oder Rock-Song kann auch der ausgefuchsteste Jazzgitarrist bisweilen noch etwas dazu lernen. Von daher, liebe Spätzünder: Lasst uns versuchen, ein paar Brocken Jazzisch zu sprechen, ohne aber dabei unsere Muttersprache zu vergessen!

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Euer

Gige 

Techtalk – Grafiksoftware

Liebe Leser,

heute mal ein (wirklich umfangreicher) Beitrag zum Thema Grafiksoftware. Seltsam, dass mir das jetzt gerade einfällt… muss daran liegen, dass ich täglich mit dem Zeug arbeiten muss. Das ist jetzt ein wirklich langer Text geworden, aber weniger wäre so… unvollständig. Es gibt Leute, die sammeln Briefmarken, Oldtimer, Gitarren, weiß der Deibel. Ich habe schon immer einen Hang zur Grafiksoftware. Überraschenderweise ein nicht zu seltener Fetisch.

Seit über 25 Jahren bearbeite ich Fotos und erstelle Illustrationen am PC. Nach den ersten Gehversuchen mit Maus und dem windows-eigenen Malprogramm Paint landete ich 1993 bei CorelDraw, damals in der Version 3. Seither hat sich allerhand getan.

Um auch nur den geringsten Überblick zu behalten, muss man die Aufgaben bzw. Anforderungen trennen, die einem im weitesten Umkreis von “Irgendwas mit Medien” begegnen. Bei mir sind dies (im Groben)

  • Erstellung von Medien aller Art (Bücher, Drucksachen, Videos, letztere äußerst selten), in digitaler Form, aber auch als Print, also Desktop-Publishing (DTP)
  • Illustrationen, Zeichnungen, Comics
  • Fotobearbeitung
  • Websites, Beiträge für Soziale Medien  

Auf meinen Rechnern steht zur Bewältigung dieser Aufgaben immerhin folgende (jeweils selbstverständlich rechtmäßig erworbene) Software zur Verfügung:

  • Adobe Creative Cloud
  • Corel Suite X6 (Vollversion) und X8 (Studentenversion)
  • Xara Designer Pro X / Xara Online
  • Gravit Designer
  • Affinity Publisher

Das ist ein Haufen Zeugs, wobei die Software von Adobe mit monatlich 60 € für das Abo sicherlich das teuerste Paket ist. Aber langsam…

Im Grafikbereich gibt es die prinzipielle Unterscheidung zwischen Pixel- und Vektorgrafiken.

Vektorgrafiken sind Bilder, die nicht durch einzelne Bildpunkte (Pixel) definiert sind, sondern durch die präzise (verborgene) Beschreibung der einzelnen Vektorelemente. Sie werden auch beim Betrachten “live” vom jeweiligen Wiedergabegerät generiert und sind daher beliebig skalierbar, ohne dabei an Qualität zu verlieren.

Beispiel: Eine 1-Punkt starke schwarze Linie zwischen den Punkten (0,0) und (0,100) auf einer Achse besteht bei einem Pixelbild aus 100 schwarzen Punktelementen, bei einem Vektorbild aus der Information “Linie zwischen (0,0) und (0,100), 1 Punkt stark, schwarz). Bei langen Linien oder gar Flächen bildet dies eine erhebliche Einsparung an Datenmenge mit dem Vorteil der verlustfreien Skalierbarkeit.

Die oben genannten Suiten bieten einzelne Programme für die Bearbeitung dieser unterschiedlichen Grafiken an, wobei die Grenzen hierbei stets fließend sind.

In der Adobe-Suite verwendet man zur Bearbeitung von Pixelbildern (zum Beispiel Fotos) den berühmten Photoshop, für Vektorgrafiken Illustrator und zur Erstellung komplexer mehrseitiger Publikationen Indesign. Im monatlichen Abo ist daneben auch noch mannigfaltige andere Software enthalten (Animate, Premiere, AfterEffects, Dreamweaver und und und…).

Die entsprechenden Programme in der Corel-Suite sind CorelDraw für Vektorgrafiken und zum DTP (früher gab es Corel Ventura als Layoutprogramm, welches aber inzwischen nicht mehr vertrieben wird) und PhotoPaint für Pixelbilder.

Ich beschrieb die Grenzen zwischen den Programmen als fließend. Das bedeutet, dass man selbstverständlich zum Beispiel einen Flyer, welcher Fotos, Text und grafische Elemente enthält, sowohl mit Photoshop oder Illustrator komplett fertigstellen kann (bzw. mit CorelDraw oder PhotoPaint). Ich persönlich bevorzuge allerdings die einzelne Herstellung mit der jeweils für mich am besten geeigneten Software und anschließend die Montage in Indesign (oder eben einer anderen Montage- bzw. Layout-Software).

Um einen Vergleich anzustellen, muss ich die einzelnen Softwaren kurz beschreiben:

Adobe-Photoshop

Die Mutter aller Pixelbild- bzw. Foto-Programme. Der Funktionsumfang ist geradezu angsteinflößend – übrigens auch die Größe der erzeugten PSD-Dateien. Ich beherrsche vielleicht fünf Prozent aller angebotenen Funktionen und bin von relativ einfachen Freistell-Aufgaben immer wieder überfordert. Wahrscheinlich gibt es nichts, was man nicht mit Photoshop im grafischen Bereich realisieren kann. Und was derart mächtig ist, kann nicht schlecht sein, oder?
Photoshop ist im CC-Abo mit 60 €/Monat enthalten

Adobe-Illustrator

Da ich vor Illustrator mit CorelDraw und auch Xara bereits eine erkleckliche Anzahl an Vektor-Grafiken und auch Layouts angefertigt habe, fremdle ich noch immer mit der Benutzeroberfläche und teilweise den Werkzeugen. Inzwischen nach etwa zwei Jahren permanenter Anwendung weiß ich allerdings auch die Stärken des Illustrator zu schätzen. Die Werkzeuge sind sehr präzise, das Ausrichten von Objekten (sofern man das Prinzip einmal verstanden hat) funktioniert hervorragend und die Bibliotheken zum Austausch von immer wieder verwendeten Objekten mit z. B. Indesign sind Gold wert.
Illustrator ist im CC-Abo mit 60 €/Monat enthalten

Adobe-InDesign

Im Gegensatz zu noch zu beschreibenden Programmen ist InDesign eine reine Layout-Software für DTP, welche nur rudimentäre Funktionen zur Erzeugung von grafischen Elementen zur Verfügung stellt. Außer dem Text werden alle zu integrierenden Elemente einer Publikation nur mit dem aktuellen Dokument verknüpft und belegen daher keinen Extra-Speicherplatz, was sich wohltuend auf Dateigrößen und Arbeitsgeschwindigkeit auswirkt. Die Zusammenfassung einzelner Dokumente zu Büchern leistet ein Übriges. 600 Seiten Text mit 2000 Fußnoten? Kein Problem für Indesign.
InDesign ist im CC-Abo mit 60 €/Monat enthalten

Corel-PhotoPaint (X6)

Arbeitet Photoshop bei der Montage und Anordnung einzelner Pixelbilder mit übereinander gelegten Folien, so sind es in PhotoPaint jeweils schwebende Objekte. Ist man mit dieser Logik sozusagen aufgewachsen, fällt die Umstellung auf das System der Folien (Adobe) schwer. Die Werkzeuge der beiden Photo-Softwaren sind durchaus vergleichbar, der Leistungsumfang von PhotoPaint ist nicht zu unterschätzen.
PhotoPaint ist Teil der Corel Graphics Suite, die in der 2019er Vollversion 594 €, als Upgrade 294 € einmalig und im Abo 19,95 €/Monat kostet.

CorelDraw (X6)

Neben der Anfertigung von Vektor-Illustrationen hat CorelDraw auch mannigfaltige Funktionen für Grafik- und Mengentext, automatisierte Seitennummerierung und seit einigen Jahren auch Tabellen (welche für die Hersteller von Layoutsoftware anscheinend nicht zu trivial sind).
CorelDraw ist Teil der Corel Graphics Suite, die in der 2019er Vollversion 594 €, als Upgrade 294 € einmalig und im Abo 19,95 €/Monat kostet.

Xara Designer Pro X / Xara Online

Ich verwende Xara bereits seit vielen Jahren (schon als Xara als CorelXara noch zur Corel Corporation gehörte und danach als XaraXtreme4 usw.). Seit die deutsche Softwareschmiede Magix Xara übernommen hat, sind die Produkte mit kurzer Zeitverzögerung auch mit deutscher Benutzeroberfläche erhältlich. Xara Designer gehört definitiv zu den “eierlegenden Wollmilchsäuen” unter all den vorgestellten Softwaren. Xara gestattet in beeindruckender Performance die Erstellung komplexer Vektor-Illustrationen, rudimentäre Bildbearbeitung inklusive Freistellen von Bildinhalten und sehr komfortable Tools zur Gestaltung einfacher (überwiegend grafischer) Websites. DTP mit Stilvorlagen und Funktionen für mehrseitige Dokumente gibts auch. Statt für Designer neue Features zu entwickeln, versucht Magix/Xara inzwischen seine Browser-Anwendung Xara Cloud in den Markt zu drücken, meines Erachtens mit nur mäßigem Erfolg. Das Ding kann einfach zu wenig.
Xara Designer Pro X kostet 159 €, der Update Service nochmals etwa 100 €/Jahr, Xara Cloud in einer tauglichen Version ab 5,95 €/Monat.

Gravit Designer

Eine interessante Software der Firma Gravit, inzwischen von der Corel Corporation gekauft. Der Designer realisiert eine Illustrationssoftware mit rudimentären Fotobearbeitungs- und Layout- bzw. DTP-Funktionen komplett im Browser, also plattformunabhängig. Ich habe es getestet, das Ding läuft auch auf meinen Chromebooks. Das ist cool! Gravit Designer war eine freie Software, wurde allerdings vor etwa einem Jahr der Produktpalette der Firma Corel einverleibt. Die Werkzeuge und die Benutzeroberfläche lassen sich am ehesten mit denen von Adobe Illustrator vergleichen. Als kürzlich die neue Graphics Suite von Corel vorgestellt wurde, war eines der Marketing-Argumente eine neue App, die plattformunabhängig und eben im Browser arbeiten sollte. Ich sah mir einige Screenshots an und entdeckte – wer hätte es gedacht – den Gravit Designer. Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Oberfläche in irgendeiner Form an die Corel-Produkte anzupassen, es ist 1:1 der mir bekannte Designer.
Das Jahresabo der Pro-Version kostet um die 40 €/Jahr.

Affinity Publisher

Das Lamento über die Kosten des Adobe-Abos ist allgegenwärtig. So schaut man sich natürlich etwas auf dem Markt um. Nun ist von Serif (Europe) Ltd. eine durchaus interessante Suite aus dem Bereich Bildbearbeitung, Illustration und DTP erschienen. Da in Sachen Funktionsumfang gegen Adobe kein Blumentopf zu gewinnen ist, versucht es Serif über die Integration der einzelnen Softwaren und… natürlich über den Preis. Die drei Affinity-Programme Photo, Designer und Publisher finden (sofern man sie alle erworben hat) unter einer Benutzeroberfläche Platz, so dass man vom Publisher aus nicht erst eine weitere Software starten um zum Beispiel ein Foto zu retuschieren oder eine Grafik zu modifizieren. Beim Anklicken des jeweiligen Objekts passen sich die Elemente der Oberfläche der jeweiligen Aufgabe automatisch an. Das ist schick. Doch ich ließ Vorsicht walten und kaufte vorerst nur das Modul Publisher, den ich gegen InDesign ins Rennen schicken wollte.
Jedes einzelne Modul der Affinity-Programme kostet einmalig 54,99 €, ohne irgendwelche nachgeschalteten Abo- oder Upgrade-Kosten. Das ist mal eine Ansage!

Auch nach vielen Jahren am PC bereitet mir das Auschecken einer neuen Grafiksoftware oder ein Major-Update einer vorhandenen immer noch so viel Vergnügen wie vor 25 Jahren. Es interessiert mich einfach, welche Probleme auf welche Weise gelöst wurden oder welche Gimmicks sich die Entwickler einfallen ließen. Nun ist es zumeist so, dass man dann mit einfachen grafischen Symbolen herumspielt oder ein paar Worte Text über die Arbeitsfläche schiebt. Aber bei derlei “Prüfung” wird man eine professionelle Software kaum testen können.

Glücklicherweise habe ich immer einige anspruchsvolle Projekte zur Hand, und wenn schon keine lukrativen externen, so zumindest eigene. Um eine DTP-Software zu testen, versuche ich ein Buch zu setzen, für das ich die Texte bereits geschrieben habe. Der Umfang beträgt etwa 250 Seiten A5, etwa 50 Abbildungen, ein paar Fußnoten, Inhaltsverzeichnis, Seitennummerierung und all den üblichen Kram eben. Allein wegen des Inhaltsverzeichnisses und wegen des doch nicht unerheblichen Umfangs scheiden die “eierlegenden Wollmilchsäue” Xara, CorelDraw und Gravit Designer aus. Es bleiben InDesign und Affinity Publisher übrig. Mit InDesign habe ich eine solche Aufgabe bereits erfolgreich bewältigt. Also möge nun der Publisher zeigen, ob er’s drauf hat. Um es kurz zu machen: Hat er nicht! Viele Funktionen für Fließ- und Spaltentext sind natürlich vorhanden, aber der Teufel steckt im Detail. 

  • Die Zusammenfassung des kompletten Werkes in einem (1) Dokument bläht selbiges heftig auf, auch wenn eine Unterteilung in einzelne Kapitel möglich ist. Das Konzept des “Buches” bei Adobe ist für große Publikationen besser geeignet.
  • Es gibt (noch) keine Fußnoten. Für wissenschaftliche Abhandlungen ein Killer.
  • Das System des Inhaltsverzeichnisses ist bei InDesign zwar komplexer, aber viel leistungsfähiger
  • Die Seitennummerierung auf der Seitenübersicht zeigt die tatsächliche Seitennummer an, nicht die der gedruckten, welche ja abweichen kann. Eine Kleinigkeit, nervt aber beim permanenten Navigieren im Dokument
  • Und allerhand kleine Nickligkeiten, welche eine flüssige Arbeit erschweren

In Summe ist festzustellen, dass Publisher wahrscheinlich auf dem rechten Weg ist, insbesondere über den nahezu unschlagbaren Preis Adobe einige Kunden abzuluchsen. Für kleinere Projekte durchaus eine Alternative zu InDesign, insgesamt aber derzeit nur ein zweiter Platz.

Um das Ganze etwas abzukürzen, beschreibe ich nun, für welche Aufgabe ich welche der genannten Softwaren einsetze, und warum diese und nicht eine andere:

DTP: Große Projekte bearbeite ich wie beschrieben in Adobe InDesign, kleinere (Flyer, Broschüren etc.) je nach Lust und Laune mal mit Xara (wegen der Performance und der flinken Werkzeuge), mal mit Gravit Designer, weil dieser auf jedem Rechner mit Internetzugang und Browser verfügbar ist, ohne dass die Software lokal installiert ist.

Illustrationen, Zeichnungen, Comics: Illustrationen und Vektorgrafik-Comics fertige ich mit Xara an, da dieses die bequemsten Werkzeuge zur Konstruktion und Knotenbearbeitung bietet. Bevor die PDF zur Druckerei gehen, bearbeite ich sie in Illustrator. Die Pixelgrafik-Comics bearbeite ich nach dem Scan in Corel-Photopaint, da diese Software für (nicht zu gebräuchliche) Schwarz-Weiß-Pixelbilder sehr effektive Werkzeuge besitzt.

Fotobearbeitung: Aus Tradition verwende ich PhotoPaint (weil ich die Tools und Filter seit vielen Jahren kenne), manchmal PhotoShop (weil man das ja irgendwann doch lernen muss). Freistellen und kleine Bildkorrekturen gelingen aber auch recht zügig und unkompliziert in Xara. Um es nicht zu unterschlagen: Viele User setzen auf die kostenlose Software GIMP, die einen Leistungsumfang hat, der sich angeblich mit dem allmächtigen Photoshop messen kann. Ich habe mal unter Linux ein bisschen mit GIMP herumgespielt, war aber dann zu faul, mich in eine weitere Pixel-Software einzuarbeiten.

Websites, Beiträge für Soziale Medien: Uh, das ist tricky! Also nicht die Bildchen für Banner oder Facebook-Beiträge etc. Das erledige ich wiederum je nach Laune mit Xara, Gravit Designer oder auch Adobe XD (worauf ich noch kommen werde). Aber die Websites… Seit über 20 Jahren erstelle ich Websites im Kundenauftrag, wobei dieses Feld schon etwa seit 10 Jahren den Agenturen überlassen werden muss, da die Technik und der Leistungsumfang der Internetseiten so komplex geworden ist, dass man das als Autodidakt nebenbei nicht stemmen kann. Große Internetseiten und -portale haben ein Content-Management-System (z. B. Typo3 oder WordPress) samt einigen SQL-Datenbanken im Hintergrund, welches sich nicht so einfach einrichten und betreiben lässt. Natürlich hat Adobe mit Dreamweaver auch eine Software im Angebot, mit der sich auch große Internetseiten erstellen lassen, aber meine Kenntnisse beschränken sich auf inzwischen hoffnungslos veraltete Versionen (Macromedia Dreamweaver 4) und ich habe keine Lust, dieses Faß im fortgeschrittenen Alter zu öffnen. Die Adobe-Lösung Muse, welche in einem weitgehenden WYSIWYG-Modus die Erstellung von Websites ohne Programmierkenntnisse ermöglichte, wurde inzwischen beerdigt. Schade. Adobe hat zeitgleich die Software XD veröffentlicht (auch Teil der Creative Cloud), die zum Design von Benutzeroberflächen von Webseiten und Apps dient, mit einigen interaktiven Funktionselementen zur Erstellung sogenannter Prototypen. Im Designer-Gebrabbel spricht man von einem Tool für UX-Design, was für User-Experience-Design steht und tolle Erlebnisse für den Nutzer verspricht. Ach herrje! Bis dato ist mir aber noch kein sinnvoller Einsatz für XD eingefallen, den ich nicht auch mit Illustrator oder Xara erledigen könnte. 

Folglich nehme ich inzwischen keine Projekte mehr an, die über die Erstellung einer Art von “Web-Visitenkarte” hinausgehen. Und auch hierfür gibt es zwei unterschiedliche Realisierungsansätze:

Man kann sich eines Baukastens bedienen (Google Sites, Strato-Homepage-Baukasten etc.), was einem viele Probleme abnimmt, insbesondere die Sache mit dem Responsive-Design, also des dynamisch angepassten Erscheinungsbildes zum Beispiel einer Internetseite, je nach gerade vorbeisurfendem Endgerät (PC, Tablet oder Smartphone). Google Sites sind besonders leicht zu bedienen und sind kostenlos. Dafür gibt es jede Menge Einschränkungen beim Layout, welche man zumindest in der freien Version nicht umgehen kann.

Die Alternative ist eine selbstgebaute Internetseite. Und hier ist Xara Designer Pro X tatsächlich kaum zu schlagen. Was immer man auf dem Bildschirm zusammenbatzt, wird nahezu 1:1 auf der schnell exportierten Webseite angezeigt. Es stehen jede Menge Tools zur Realisierung schicker Websites zur Verfügung. Das Responsiv-Design wird über die teilautomatisierte Generierung sogenannter Varianten umgesetzt. Da Xara ja im Eigentlichen eine Vektorgrafik-Software ist, können alle grafischen Elemente sofort erzeugt und dann im selben (natürlich auch in einem anderen) Dokument eingesetzt werden. Auf einen Direktzugriff auf den im Hintergrund generierten HTML- bzw. CSS-Code hat man bei Xara verzichtet. Gibt es also tatsächlich einmal Probleme mit der Darstellung einer erzeugten Seite, muss dies in der Arbeitsoberfläche von Xara gelöst werden. Aber das passiert gottseidank nicht zu häufig.

Ich hoffe, ich konnte Euch in diesem Beitrag einen Überblick und ein paar Einsichten in die Softwaren verschaffen, mit denen ich den Löwenanteil meiner Büroarbeit verbringe. Und wenn Euch gefällt, was Ihr von mir oder natürlich auch von anderen im Netz oder gedruckt findet, denkt daran: 

Manchmal macht’s die Software, zumeist aber der Typ, der sie bedient!

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Euer

Gige 

ZDF-Fernsehgarten

Liebe Leser,

heute geht es in die Niederungen der Unterhaltungssendungen der Öffentlich-Rechtlichen. Dabei gucke ich sowas seit der letzten Folge “Dalli Dalli” mit Hans Rosenthal im Jahr 1986 nicht mehr. 

Ja, die Sendung “ZDF-Fernsehgarten” ist grauenvoll. Ich schwöre hiermit feierlich, noch niemals eine Sendung gesehen zu haben, auch nicht in der Mediathek. Mehr als einen etwa 15 Sekunden langen Clip halte ich tatsächlich nicht aus, wobei ich mich nicht entscheiden kann, ob das am an der Schwachsinnsgrenze befindlichen Publikum, an der aufgekratzten Moderatorin Andrea “Kiwi” Kiewel oder an den Darbietungen der einzelnen Künstler (ich spare mir die Anführungszeichen, aber nur knapp) liegt, die wahrscheinlich auf Amphetaminen ihr Playback-Ding abspulen. Schrecklich, schrecklich, schrecklich, furchtbar, furchtbar, furchtbar!

Ein schönes Zitat von Hans Hoff [aus Wikipedia]:

Die Hölle stellt man sich gemeinhin als höchst unwirtlichen Ort vor. Es ist heiß, und die Besatzung erinnert ein bisschen an das Personal, mit dem es Brad Pitt kürzlich in „World War Z“ zu tun hatte. Betreut wird es von einer Wuchtbrumme, der bei ihrer Herstellung in einem volkseigenen Betrieb sehr offensichtlich zwei Motoren statt einem eingesetzt wurden. Wer sich je fragte, für wen die Stones ihre Songzeile „If you start me up I’ll never stop“ verfasst haben, der schaue sich nur einmal diese „Super Illu“-Version eines Perpetuum Mobile an. Es heißt Andrea Kiewel. Freunde nennen es kurz Kiwi, und da es praktisch nur Freunde hat, fällt der richtige Name kurzerhand unter den Tisch.

Kluge Leser haben die eingangs angeführte Situation natürlich längst dechiffriert. Es handelt sich nicht um die Hölle. Es ist schlimmer. Es ist der ZDF-Fernsehgarten. […]

Der ZDF-Fernsehgarten hat unter Kiwi im Schnitt zwei Millionen Zuschauer, was in der heutigen Zeit eine echte Hausnummer ist. Der in Wikipedia gefundene Marktanteil von bis zu 22 Prozent ist unspezifiziert keiner Zielgruppe zugeordnet und mag von daher vernachlässigt werden, klingt aber zugegebenermaßen bedeutend.

Nun ist in der Sendung am 18. August 2019 der Comedian (für mich immer der ultra-brutale gleichnamige Super-Held der Comics “Watchmen” von Alan Moore – seit der meines Erachtens durchaus gelungenen Snyder-Verfilmung ist der Begriff für mich verbrannt…) Luke Mockridge aufgetreten und hat einen derart unverschämten und lausigen Auftritt hingelegt, dass selbiger nach etwa drei Minuten während der Live-Übertragung von Kiwi abgebrochen wurde. Auch hier habe ich bei der Recherche, also dem Betrachten der Aufzeichnung, nur etwa 15 Sekunden durchgehalten und musste dann wegen Fremdschämens abbrechen.

Da mir sowohl der Fernsehgarten wie auch dieser Mockridge sowas von am A… vorbei geht, könnte man es dabei belassen. Wobei mir die (noch immer suspekte) Google-News-App regelmäßig heiße News über Kiwis Outfit der aktuellen Fernsehgarten-Folge präsentiert. Warum auch immer. Ich klicke niemals drauf und habe inzwischen offensichtlich meine Spuren etwas verschleiert und bin von daher seit einigen Wochen von solcherlei Nachrichten verschont geblieben.

Dennoch – als Live-Musiker auf der ständigen Suche nach lukrativen Jobs ärgert mich das Verhalten des “Kollegen” Mockridge. Hier gerne die Anführungszeichen. Es wird kolportiert, dass er die Probe am Vormittag schwänzte und bei der Übertragung ein sogenanntes Social-Media-Team dabei hatte, woraus man mit ziemlicher Sicherheit schließen kann, dass das “Entern” der Sendung zum Zwecke der Selbstvermarktung in der eigenen Show (läuft ab -vergessen- bei -auch vergessen-) geplant war. Solcherlei ist aus mehreren Gründen (ok, es sind nur zwei) abzulehnen.

Zum Einen lockt es nach inzwischen über 70 Jahren bundesdeutschem Fernsehen wirklich keinen mehr hinter dem Ofen hervor, wenn eine Live-Übertragung der ÖR “gekapert” wird. Und Rentner-Bashing ist so sexy wie Katholiken-Tretzen in einer Kirche oder Behinderte verarschen.

Zum Anderen ist es auch unfair den Kollegen gegenüber, denn schließlich bekam durch die Einladung des Herrn Mockridge ein anderer “Künstler” eben nicht den Zuschlag und damit keine Gage. Und wir wissen ja, dass ein Künstler dem anderen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnt, zumal die meisten dieser minderbegabten Playback-Hanseln sich genauso durchwursteln, wie es auch wir Jazzer tun. Was genau wollte Mockridge eigentlich beweisen? Dass man auch für Publikumsbeschimpfung Gage vom ZDF erhält? Dass er sich traut, einem offensichtlich debilen Publikum dessen Debilität vorzuführen? Was auch immer, es war eine erbärmliche Aktion und in keinem Kontext witzig.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich in diesem Blog einmal das Wort für die Spastelruther Katzen (ups – auf den sind vor mir wohl schon einige gekommen…) oder irgendeinen Ballermann-Sänger, geschweige denn für die aufgekratzte Kiwi ergreifen muss. Aber derart dröge Aktionen wie die geschilderte des kleinen Luke gehe mir doch gehörig auf den Senkel. Wie sagte es Kiwi doch so treffend: Shame on you, Luke Mockridge.

Aber da ich meine Google-News inzwischen einigermaßen trainiert habe und ohnehin nur noch irgendwelche abgefahrenen Serien streame wird dies mein erster und einziger Bericht aus der ZDF-Fernsehgarten-Hölle bleiben. Versprochen! Macht Euch lieber auf eine baldige Rezension über “The Boys” gefasst – echt cooler Stoff!

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Euer

Gige