Gute Vorsätze

Liebe Leser,

das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu. Zeit für einen kleinen persönlichen Jahresrückblick und – wie sollte es anders sein – für einen kleinen Ausblick nach 2019.

Noch nie in meiner “Karriere” als Live-Musiker habe ich so oft gespielt wie in diesem Jahr. Ich hatte den Kalender durchgezählt (aber die Summe natürlich nicht notiert und jetzt bin ich zu träge, es nochmal zu machen), es waren etwas mehr als 50 Gigs vor Publikum. Neben den Auftritten im Ensemble (als Gitarrist bei der klassischen Gala-Band TOP-Trio und als Bassist im Jazztett Autumn Left) und den vielen Solo-Jobs an der Gitarre durfte ich mit hervorragenden Musikern im Duo spielen, als da wären Katja Heinrich (Saxophon), Johannes Schmidt (Trompete), Helmut Kagerer (Gitarre), Martin Beigel (Gitarre), Ray Räbel (Gitarre/Gesang), Sven Heißler (Gitarre/Gesang) sowie nicht zuletzt Kathrin Brunner (Gesang). Vielen Dank an Euch alle – das hatte viel Schönes! Sollte ich jemand vergessen haben, liegt dies an meiner unzureichenden Buchhaltung, nicht am jeweiligen Musiker. So sehr ich auch den Solo-Vortrag schätze und auch in den letzten Jahren kultiviert habe, im Duett oder gar im Ensemble entsteht natürlich eher Neues und Unerhörtes. Ich möchte also gerne im Jahr 2019 erneut mit Euch auf der Bühne stehen oder sitzen. Von daher bleibt gesund oder werdet dies bitte wieder (mein Freund, Du weißt, dass ich DICH meine) und meldet Euch bei mir – wir ziehen dann wieder was Feines an Land.

Der naheliegende Gedanke “das kann immer so weitergehen” trifft es aber doch nicht. Klar, es war schon interessant, wie es sich anfühlt, an einem Wochenende drei Gigs zu spielen und ich hatte ausgiebig Gelegenheit, mein Repertoire einzuüben und auch meinen Stil vor Publikum zu testen. Und Spaß gemacht hat es auch noch, von den Milliarden an Gage mal ganz abgesehen. Aber ich muss das im nächsten Jahr nicht nochmals an allen Orten tun, die ich dieses Jahr besucht habe.Es gibt Lokationen, die eignen sich hervorragend für die Art von Musik, wie ich sie spiele, aber auch welche, wo ich nach zwei Versuchen feststellen  musste, dass dort nicht die Menschen verkehren, die man mit Fingerstyle-Jazz hinter dem Ofen hervorlockt.

Ich werde also – wenn nicht Dringlicheres anliegt oder Unvorhersehbares dazwischen kommt – im nächsten Jahr wahrscheinlich weniger SPIELEN, dafür mehr SCHREIBEN. Mindestens drei musikalische Bücher/Hefte und noch das ein oder andere kleine sonstige Bändchen (wird noch nicht verraten) harren der Veröffentlichung. Wenn es mein aktueller Verlag nicht stemmen mag, kommen diese wie immer bahnbrechenden Werke eben im Eigenverlag heraus. Die hm5-publishing-UG (bei der ich immerhin Geschäftsführer bin) wird 2019 erst mal so richtig loslegen! Mein Musikerkollege und Geschäftspartner ME platzt schon vor Ideen. Hoffe ich zumindest…

Obwohl Bloggen ja inzwischen ziemlich out sein dürfte, werde ich weiterhin Worte in Form kurzer Beiträge in den WordPress-Eimer füllen und Euch an dieser Stelle zum Verzehr reichen. Nicht zu häufig, aber immerhin bisweilen kommen neue Follower dazu, so dass ich diese Arbeit nicht ganz umsonst (nun ja, schon ohne Einkommen, aber nicht völlig sinnlos) verrichte. Im Jahresrückblick von 2016 hatte ich Euch einige Blogs zur Lektüre empfohlen. Bis heute sind davon gerade mal drei übrig geblieben: Der Neu-Münsteraner (Ex-Düsseldorfer) Seppo mit seinem professionellen Seppolog, Alice Wunder.mit der heiter bis wolkigen meinedrogenpolitik und portfuzzle mit dem bisweilen leicht hyperaktiven Blog radiohoerer. Ein neuer Blog in meinem Sicht- und Lesekreis ist Sapadi. Dort findet Ihr viele, manchmal etwas kurze, Buchrezensionen. Und angeblich Beiträge über Küchengeräte (was mein heimlicher Fetisch wäre, juchz), die aber bis dato nicht zu finden sind.

Wiederbelebt oder zumindest heftig entstaubt habe ich meinen Zweit-Blog Avanti Dilettanti

https://gigeonline.blogspot.com/

zu dessen Besuch ich Euch wieder einmal einladen darf. Viele Fragmente aus der Musiktheorie und -praxis, die zukünftig Einzug in eines der angesprochenen Bücher halten werden, sind dort als kleiner Beitrag veröffentlicht (oder werden dies) und müssen sich einer kritischen Leserschaft stellen. Das Fach-Geschwafel der ersten Beiträge hat allerdings doch einen gehörigen Teil der potentiellen Leserschaft verschreckt. Gut, auf das Fachsimpeln möchte ich nicht verzichten, aber auch nicht auf den größten Teil der Leserschaft. Ich werde also die Beiträge aufteilen in Kategorien, wobei hier sicher noch allerhand “Verträgliches” folgen wird. Idealerweise kristallisiert sich dann die eine oder andere Erkenntnis aus dem Beitrag mit zugehörigen Kommentaren. Schön wär’s ja…

Ich wünsche meiner gesamten Leserschaft eine schöne, einigermaßen besinnliche (natürlich nur, falls gewünscht) Adventszeit. Vor Weihnachten und Silvester werdet Ihr wohl nochmal von mir lesen. Bis dahin auf zu Avanti Dilettanti. Kommentieren oder Folgen tut nicht weh, versprochen! Und Ihr dürft Euch sogar Themen wünschen. Wenn ich es irgendwie gebacken kriege, schreibe ich darüber – zumeist sogar Sinnvolles.

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

Euer

Gige

Ein Kommentar zu „Gute Vorsätze

  1. beeindruckend – es braucht schon viel Energie und Hingabe um das alles auf die Beine zu stellen, mein Respekt. Den neuen Avanti Dilettanti muss ich mir gleich ansehen – und ich denke schon, dass HM5 nächstes Jahr den Durchbruch zum Fachverlag für esoterische Musiktheorie und noch esoterischere Lyrik schafft!!

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